Meldungen

2015

Letztes Mentorentreffen 2015

Die "Papierrolle" von Frau Rönsberg-Peil

Auch beim "Adventstreffen" der Mentoren am 10. Dezember zeigte sich die Kreativität und das Engagement unserer Mentorinnen und Mentoren wieder mal aufs Neue.

Frau Rönsberg-Peil hat mittels einer Papierrolle alles dokumentiert, was sie in diesem Jahr gemeinsam mit ihrem Mentorkind be- und erarbeitet hat. Herr Bode-Wohlfahrtstätter hat eigene Leselernkarten für sein Mentorkind entwickelt. Und last but not least konnten sich die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer selbst verfassten Weihnachts-geschichte von Frau Hillebrand erfreuen. Herzlichen Dank an Sie alle!

An dieser Stelle sei allen Mentorinnen und Mentoren gedankt, die sich in diesem Jahr für ihr Mentorkind eingesetzt haben. Wir sind stolz und froh, dass unsere 150 aktiven Ehrenamtler sich für die Neusser Kinder stark machen und hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr auf ihre Unterstützung zählen können. Und alle weiterhin Freude an ihrer Arbeit haben! Schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

Foto: Michael Bode-Wohlfahrtstätter

Bürgermeister Reiner Breuer neuer Schirmherr von LeseMentor

Pressekonferenz mit dem neuen Schirmherren (v.l.n.r.: R. Breuer, J.-A. Werhahn, H.Reuther)

Eines der schönen Dinge, die er in seinem neuen Amt kennenlernen dürfe - so beschrieb der (neu in diese Amt gewählte) Neusser Bürgermeister, Reiner Breuer, LeseMentor Neuss. Reiner Breuer ist neuer Schirmherr des Projektes und zeigte sich beeindruckt von dessen Erfolgen: Nach drei Jahren 150 Mentoren, 164 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 16 Jahren, die gefördert werden, an 24 teilnehmenden Schulen. "Diese Förderung ohne Zwang und Schulstress macht das Projekt so erfolgreich", so der Bürgermeister.

Helene Reuther und Johann-Andreas Werhahn - als Vertreter der Werhahn Stiftung, die für LeseMentor verantwortlich zeichnet - freuten sich über die Unterstützung durch den Neusser Bürgermeister. "Für uns ist es sehr wichtig, dass die Stadt dieses Projekt unterstützt und begleitet. Durch die enge Kooperation mit der Stadt, der VHS und der Bibliothek können wir viel bewegen", erläuterte Johann-Andreas Werhahn. Und Helene Reuther ergänzte: "Nur durch dieses breite Bündnis, kann LeseMentor auf Dauer erfolgreich sein".

Es warten aber weiterhin ca. 30 Kinder auf ihren Mentor - die Gewinnung weiterer Ehrenamtlicher ist daher ein zentrales Thema. Bürgermeister Reiner Breuer will dabei helfen, das Warten zu beenden: "Ich hoffe, dass in Zukunft noch mehr Neusser Kinder diese besondere Förderung erhalten werden und sich noch mehr Neusser Bürger als Mentoren engagieren."

Mentorentreffen "Neusser Stadtgeschichte"

Alles zum Thema, vorgetragen von Frau Lotte Sturm

Unter der fachkundigen Anleitung von Mentorin Lotte Sturm fand ein besonderes Mentorentreffen statt.

Zu Beginn trafen sich die ca. 20 Teilnehmer/innen im Foyer der VHS und erhielten Einblicke in die dortigen Ausgrabungen - dies mit Unterstützung von Herrn Pause (Clemens Sels Museum). Im Anschluss daran hielt Frau Sturm einige Informationen zur Neusser Stadtgeschichte bereit und zeigte Möglichkeiten auf, das Thema "Zeit", "Geschichte" und die Stadt selbst spielerisch und anregend in die Mentorstunde zu integrieren.

Unser ausdrücklicher Dank gilt Frau Sturm für die Vorbereitung und Durchführung dieses Treffens. Die Ideen und das Engagement unserer Mentorinnen und Mentoren ist wirklich bewundernswert!

Mentorenkinder in der Kleinen Zeitungspost

Daniela und Manveer in der Kleinen Zeitungspost

Als kleinen Eindruck von den veröffentlichten Steckbriefen der Mentorkinder, die im Rahmen der Schreibwerkstätten entstanden sind - hier einige Beispiele:

Fortbildungsbasar - die zweite Runde

Lernen mit allen Sinnen - Beispiel Handmotorik

Bereits zum zweiten Mal hat Frau Prof. Lehmann (Diplom-Psychologin, Dozentin und selbst Lesementorin in Neuss) gemeinsam mit ihren Studierenden im Fachbereich Elementarpädagogikan der Ev. Fachhochschule Bochum am vergangenen Samstag einen Fortbildungsbasar veranstaltet. 

In der Elementarpädagogik liegt der Fokus auf Aspekten der kindlichen Entwicklung in den ersten sechs Lebensjahren. Die Studierenden haben sich in einem ihrer Seminare mit Lernerfahrungen und -möglichkeiten beschäftigt. Beim Fortbildungsbasar boten die Studierenden an unterschiedlichen Ständen – eben wie auf einem Basar - Informationen und kurze Präsentationen zum Themenfeld "Lernen mit allen Sinnen" angeboten. Die rund 40 Teilnehmer wurden zunächst von Frau Prof. Lehmann ins Thema eingeführt und konnten dann von Stand zu Stand wandern.

Im Einzelnen befassten sich die Präsentationen mit folgenden Themen:

  • Lernerfahrung „Hören“
  • Lernerfahrung „Sehen“
  • Lernerfahrung „Handmotorik“
  • Lernerfahrung „Kognition“
  • Lernerfahrung „Feinmotorik“

Die Mentorinnen und Mentoren waren durchweg begeistert vom Engagement der Studierenden und den Informationen. Und wir sind alle dankbar dafür, eine so engagierte Mentorin wie Frau Prof. Lehmann in unseren Reihen zu wissen, die spannende Lern- und Informationserfahrungen für LeseMentor Neuss anbietet. Unseren allerherzlichsten Dank dafür! Wir freuen uns bereits jetzt auf den nächsten "Basar".

Fotos: M. Bode-Wohlfahrtstätter

Geheimoperation Quirinus

Indiziensuche am Modell

Nach größerem Vorlauf ist es mir mit Hilfe von Frau Krämer (Lesementor) gelungen die speziell zum Kinderbuch „Geheimoperation Quirinus“ von Frau Susanne Püschel (selbst Lesementorin) konzipierte Kinderstadtführung zu organisieren.Es haben sich einige interessierte Lesementoren und fünf Lesekinder an der Tourist Info in Neuss getroffen um unter Leitung unserer Stadtführerin Frau von Wreden gemeinsam mit dem kleinen Stellvertreter des Wasserkobolds AKKI (Aquarius Fluvius Arfe), einem der Hauptakteure des Buches, auf eine spannende Zeitreise zu gehen.

Zunächst „beamten“ wir uns mit Hilfe unseres kleinen Koboldes, der von den Kindern abwechselnd getragen und gedrückt werden durfte (beim Drücken konnte man sich in eine andere Zeit beamen), ins Mittelalter. Wir gingen in das Quirinus Münster und besichtigten dort die Krypta im Untergeschoss. Hier waren die Hauptpersonen des Buches, Nick und Kira, in einer Armenküche gelandet. Von der Küche war natürlich heute nichts mehr zu sehen, aber wir hörten viele interessante Geschichten. Dann haben wir uns im Münster den Stadtpatron St. Quirinus angesehen und die entsprechende Legende gehört. Leider mussten wir auf Wunsch des Pfarrers, der dort die Beichte anbot und sich von unserer Gruppe gestört fühlte, die warme Kirche verlassen. Den Rest der Geschichte hörten wir so am Brunnen vor dem Münster. Dann gingen wir weiter über den Freithof, der seinen Namen einem Schreibfehler, der bei Übermittlungen passierte, verdankt. Früher befand sich, wie zu diesen Zeiten üblich, direkt neben der Kirche der Friedhof. Jemand vertauschte beim Abschreiben das „ie“ gegen ein „ei“ und schon war der heutige Name entstanden.

Danach schauten wir kurz das Zeughaus von außen an und gingen die kleine Gasse durch „die Münze“. Dort bewunderten wir die in den Boden eingelassenen Nachbildungen von einzelnen alten Münzen, die noch keiner der Teilnehmer vorher gesehen und bemerkt hatte. Danach ging es zum ROMANEUM Neuss. Wir betrachteten zunächst die Überreste der alten Raststätte vor dem Gebäude und bekamen dank der Erläuterungen eine kleine Vorstellung davon wie es hier wohl früher aussah. Als wir dann in das Gebäude gingen um die dortigen Ausgrabungen zu sehen waren wir froh der Kälte und dem lausigen Wind, der uns während der ganzen Führung begleitete, eine Weile zu entfliehen.

Etwas aufgewärmt ging es dann weiter zum Blutturm, dem Gefängnis von Neuss. Danach haben wir gemeinsam mit den Kindern die letzte Station, den Wasserturm von Neuss, gesucht. Als wir in im Stadtpark gefunden hatten und vor ihm standen hörten wir die Geschichte des Neusser Räubers „Fetzer“. Am Schluss der ca. 1 ½ stündigen Führung wurden die Kinder  von unserem Hilfskobold mit einem Zauberspruch, den die Erwachsenen nicht hören durften, wieder in die heutige Zeit zurück gebeamt. Zum Glück landeten auch die Erwachsenen wieder glücklich im Jahr 2015 nach Christus.

Es war trotz des eisigen Wetters eine sehr informative und schöne Veranstaltung. Der Großteil der Gruppe hat ja trotz der Kälte bis zum Ende durchgehalten. Da bei der Führung speziell die Kinder angesprochen wurden und im Mittelpunkt standen war es wohl auch für die Lesekinder, die dabei waren, ein tolles Erlebnis. Die Führung war Stadtgeschichte zum Anfassen und auch für Erwachsene sehr interessant.

(Denise van Recum, 30.05.2015)

Gute Kinderbücher und LeseMentor

Eva Müller, Stadtbibliothek Neuss, stellt verschiedene Kinderbücher vor

Vor einer kleineren, aber illustren Schar von 15 Interessentinnen und Interessenten fand am 29. April eine Kooperationsveranstaltung der Stadtbibliothek Neuss mit LeseMentor statt.

Frau Eva Müller, in der Bibliothek zuständig für den Kinder- und Jugendbereich, stellte eine kleine Auswahl von Büchern für Kinder unterschiedlicher Altersstufen vor. Sie empfahl, neben Klassikern wie Räuber Hotzenplotz und Büchern von Janosch, unter anderem auch Sachbücher für Kinder. Diese sind häufig sehr gut illustriert, mit kurzen Lese- oder Vorleseabsätzen und enthalten spannende Informationen zu den unterschiedlichsten Themen.

Im Anschluss daran erhielten die Teilnehmer Informationen zu LeseMentor Neuss. Denn es werden immer noch Mentoren gesucht die bereit sind, Kindern mit Lese- und Schreibschwierigkeiten zu helfen. Interesse? Dann melden Sie sich an!

 

Mentorenkinder als Reporter

Mentoren und Kinder - Teilnehmer der ersten Schreibwerkstatt (Foto: ©Andreas Endermann)

Als "echte Reporter" wurden Mentorenkinder am letzten Mittwoch nach der erfolgreichen Teilnahme an der ersten LeseMentor-Schreibwerkstatt verabschiedet, die in Zusammenarbeit mit der NGZ stattfand.

Neun Kinder aus drei Grundschulen nahmen zusammen mit ihren Mentoren an der ersten Veranstaltung ihrer Art teil. Zunächst gab es einen kurzen und exklusiven Blick hinter die Kulissen der Zeitung: Hier konnten die Kinder die riesigen Papierrollen bestaunen, die für den Druck einer Zeitung benötigt werden  Danach ging's auch schon mit der eigentlichen Schreibwerkstatt los: Mentoren und Kinder interviewten sich gegenseitig und füllten die sogenannten "Steckbriefe" aus. Dazu gehörten Fragen nach Name und Alter genauso wie "Was macht dich wütend?" oder "Wovon träumst du?". Alle Steckbriefe der Kinder werden nach und nach in der Kinderzeitung der NGZ "Die kleine Zeitungspost" veröffentlicht.

Mit Stolz präsentierten die Kinder ihre Teilnahmeurkunden, bevor alle wieder gemeinsam zurückfuhren. Dies wird sicherlich nicht die letzte Schreibwerkstatt gewesen sein.

Kinderbuch ist nicht gleich Kinderbuch

Massenware versus Klassiker - Kinderbücher aus verschiedenen Jahrzehnten

Auf dem Büchermarkt wimmelt es nur so von Geschichten und Erzählungen für "kleine Leute". Welche Vorstellungen von Kindheit werden in den Geschichten vermittelt? Welche Wert- und Normvorstellungen finden sich in den Erzählungen? Gibt es Geschichten, die gezielt stereotype Denkmuster durchbrechen? Und wie kann man das Ganze dann für die praktische Arbeit anwendbar machen?

Themen, die Prof. Dr. Alexandra Lehmann (selbst Lesementorin) zum Gegenstand eines Seminars mit ihren Studierenden (Fachbereich Soziale Arbeit) machte. Die Ergebnisse dieses Seminars präsentierte sie am 4. März vor rund 40 interessierten Mentorinnen und Mentoren. Sie gab den Zuhörerinnen und Zuhörern Methoden an die Hand, mit deren Hilfe diese Kinderbücher analysieren können und stellte einige Beispiele vor.

Ein weiteres Thema: Die eigene Lesebiografie. In welcher Phase (Vorschulzeit, Grundschule, weiterführende Schule etc.) habe ich welche Bücher gelesen? Wer hatte in diesen Phasen Einfluss auf mein Leseverhalten und den Auswahl meiner Lektüre? Und wie sieht die Lesebiografie des eigenen Mentorenkindes aus? Fragen, die helfen, die Bedürfnisse der Mentorenkinder (noch) besser zu verstehen.

Am Ende war auch überdies noch Zeit, für Austausch innerhalb der Mentorenschaft: Konkrete Beispiele, Bücher und Tipps, wie Mentorenkinder Spaß am Lesen entwickeln können.

Unser besonderer Dank gilt Frau Prof. Lehmann für ihren informativen Vortrag und ihr großartiges Engagement.

 

Unterwegs in Sachen Kunst

Figuren zeichnen - eine Übung beim Mentorentreffen

Mehr als 40 Mentorinnen und Mentoren folgten der Einladung zum ersten Mentorentreffen am 04.02.2015. Thema: Kunst in der Mentorenstunde.

Mentorin Lotte Sturm – selbst Künstlerin und Museumspädagogin – hatte die Idee und führte auch durch den Nachmittag. Nach einigen Lockerungsübungen konnten die Teilnehmer sich an verschiedenen Aspekten des Themas versuchen, darunter die Zeichnung von Selbstporträts und Figuren - direkt vom Kopf in den Zeichenstift. Gleichzeitig präsentierte sie Methoden, die Mentoren gemeinsam mit ihren Schützlingen anwenden können, um diesen das Thema näher zu bringen.

Ein weiteres Beispiel für die schier unendlichen Möglichkeiten, Kinder spielerisch und mit Spaß auf Entdeckungsreise zu schicken. Mit dem Ziel, ihnen neue Welten zu zeigen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und Freude am (Lesen-)Lernen zu vermitteln.

Ein besonderer Dank an Frau Sturm für ihr Engagement und die vielen Informationen.